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kein platz für trolle

Trolle suche ich in Trollhättan vergeblich. Wahrscheinlich haben sie die Gegend verlassen, als dem Götaälv vor über 200 Jahren durch unzählige Schleusen seine ursprüngliche Kraft geraubt wurde. Oberhalb der Staustufe hat der Fluss, der sich einst an dieser Stelle in einem wilden Wasserfall über die Felsen ins Tal stürzte, nun den Charakter einer großen Badewanne.

Dafür gibt es heute in Trollhättan ein Fahrradgeschäft! Für ein kleines Vermögen werden mir dort meine zwei gebrochenen Hinterradspeichen ersetzt und nur eine Stunde später rolle ich weiter Richtung Göteborg. Der nächste Regen lässt nicht lange auf sich warten und das bereits vertraute „Pling“ der nächsten gebrochenen Speiche lässt immerhin rund 60km auf sich warten. Fast schon routiniert fixiere ich den herumschlingernden Drahtspargel mit Klebeband und setze die Fahrt ziemlich angepisst fort. Ich habe die Schnauze voll. Dauernass und mit dahinbröselndem Hinterrad macht Schweden keinen Spass. So beschließe ich meine Reise im nur noch wenige Kilometer entfernten Göteborg zu beenden.